Ausstellungen

Das Bonnefantenmuseum präsentiert das Mysterium des Meisters von Elsloo: Vom Einzelgänger zum Kollektiv

22.02.2019 - 16.06.2019


Das Bonnefantenmuseum präsentiert eine einzigartige und mit Interesse erwartete Ausstellung von Holzskulpturen aus dem späten Mittelalter, in dem das Phänomen "der Meister von Elsloo" im Mittelpunkt steht. Wer ist der, oder besser, wer sind die Meister von Elsloo? Ihre Skulpturen wurden unter anderem vom Louvre und dem Victoria & Albert Museum, aber auch von zahlreichen Kirchen aus der Euregio als Leihgabe angefordert. Die Sammlung zeigt, dass der Meister von Elsloo kein konkret fassbarer Begriff ist, sondern vielmehr eine sich aus Einzelgängern zusammengesetzte Gruppe bezeichnet. Die mehr als 50 Skulpturen werden bis zum 16. Juni 2019 in der Ausstellung Der Meister von Elsloo - Vom Einzelgänger zum Kollektiv zusammengetragen.

Eine Postume Zusammenarbeit
Ine Schröder und ihr Archiv

Zweiter Stock: 25.01.2019 - 12.01.2020
Dritter Stock: 25.01.2019 - 26.05.2019
 

Das Bonnefantenmuseum widmet sich mit einer Doppelausstellung und einer umfangreichen Publikation dem wegweisenden künstlerischen Schaffen von Ine Schröder (1951 Heerlen - Maastricht 2014). Überwiegend in der euregionalen Kunstszene aktiv, genoss Schröder während ihres künstlerischen Lebens großen Respekt in der lokalen und regionalen Kunstgemeinde. Nach ihrem Tod im Jahr 2014 erforschten die Museumskuratorin Paula van den Bosch und der Künstler und Kurator Joep Vossebeld in Zusammenarbeit mit der Universität Maastricht und Flacc Genk (B) den künstlerischen Nachlass von Ine Schröder, der durch Zutun der Künstlerin selbst größtenteils verschwunden ist.

Die zweiteilige Schau im Bonnefantenmuseum umfasst Werke von Ine Schröder (zweiter Stock bis 01.09.2019) sowie eine experimentelle Ausstellung (dritter Stock bis 26.05.2019), entwickelt von Joep Vossebeld (1989, Echt). Die zentrale Frage darin lautet: Wie kann ein Museum ein Œuvre präsentieren, das der/die Künstler(in) aufgrund eines künstlerischen Ansatzes, der das Kunstobjekt selbst relativiert und das Flüchtige betont, teilweise selbst vernichtet hat?

Ein wichtiger Bestandteil der Ausstellung ist das Archivbuch Uncorrected Proof über das Archiv von Ine Schröder mit rund 700 Fotos sowie Essays von Paula van den Bosch, Brenda Tempelaar und Joep Vossebeld. In dieser Ausgabe, die weit über eine reguläre Werkspublikation hinausreicht, werden u. a. Themen wie Sammlungsbildung, Konservierung und Präsentationsformen angeschnitten.

Dan Walsh
Pressing Matter

25.01.2019 - 12.01.2020

 


Aus Anlass des seit geraumer Zeit unter einer jüngeren Künstlergeneration wieder aufgekommenen Interesses für abstrakte Malerei entwickelte das Bonnefantenmuseum ein Ausstellungsprogramm mit revisionistischem Einschlag, in dessen Rahmen die Ausstellung Pressing Matter von Dan Walsh (1960 Philadelphia) präsentiert wird. Die ornamentale Abstraktion des amerikanischen Malerveteranen wurzelt in der ökonomischen Formensprache der minimalistischen Malerei der Sechziger- und Siebzigerjahre des letzten Jahrhunderts. Spürbar inspiriert von u. a. Sol Lewitt (1928 Hartfort, Connecticut - New York 2007), dessen Werk eine wichtige Säule in der Sammlung des Bonnefantenmuseums bildet, entsteht Walshs Malerei innerhalb eines strengen Rahmens von Gittern und Quadraten sowie auf der Grundlage selbst auferlegter Regeln und Verfahrensweisen. Wenngleich die meisten Kompositionen aus komplexen Kombinationen verschiedener dekorativer Strukturen bestehen, wirken sie entspannt und selbstverständlich, als hätten sie sich lässig und mühelos in die Bildfläche eingepasst. Die Muster in seinen Gemälden rufen unzählige Assoziationen hervor, von ornamentaler Architektur bis hin zu Stoffgeweben aus aller Herren Länder. So gelingt es Walsh, eine Brücke zwischen der nach Autonomie strebenden Moderne und der kollektiven Geschichte angewandter Kunst zu schlagen.

Dan Walsh ist aber auch ein leidenschaftlicher Büchermacher. In einer Reihe von handgefertigten Büchern experimentierte er mit dem Buchdruck; nicht nur mit Offsetdruck und Fotografie, sondern auch mit Fotogravur-, Holzschnitt- und Radiertechniken wie der Trockennadel: handwerkliche Reproduktionsverfahren, die Hingabe, Geduld und Können erfordern. Im Bonnefantenmuseum sind zwölf jüngere Gemälde, eine Serie von Arbeiten auf Papier und einige handgemachte Bücher versammelt. Begleitend zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog. Kuratorin: Paula van den Bosch.

Beating Time
Sammlungspräsentation zeitgenössischer Kunst

Mit Gastbeiträgen von: R.W. Beerens (1950 Weert - Maastricht), Andrea Éva Györi (1985 Budapest - Rotterdam), Marianne van der Heijden (1922 Kerkrade - Maastricht 1998), Chantal Le Doux (1977 Geleen - Maastricht), Servie Janssen (1949 Eindhoven - Nimwegen 2018)

25.01.2019 - 12.01.2020


Kunst besiegt die Zeit. Man denke nur an Rembrandts Selbstporträts: Wie lebensecht er uns noch heute anschaut; ein Blick, der sich durch die Jahrhunderte hindurch an den Betrachter heftet. Auch heutige Künstler stehen vor der Aufgabe, die Zeit mit ihren Mitteln zu schlagen. Wie machen sie das? Wie entrinnt ihr Werk den unerbittlich fortschreitenden Jahren und damit dem Zahn der Zeit? In Beating Time sind Werke aus der Sammlung vereint, die sich unverkennbar mit dem Phänomen Zeit beschäftigen; mit Gastbeiträgen von Künstlern, die seit Jahrzehnten in Maastricht arbeiten bzw. über längere oder kürzere Zeit in der Stadt gewirkt haben. Mit ihrem Werk versuchen diese Künstler, sich von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu lösen, wozu sie unterschiedliche Taktiken entwickelt haben. Kuratorin: Paula van den Bosch.

Ständige Ausstellungen


"Schatzkammer" Neutelings


Die Sammlung Neutelings ist einer der Umfangreichsten Privatsammlungen der Niederlande auf dem Gebiet mittelalterlicher Skulpturen. 

Sammlung Alter Meister


Von mittelalterlichen Skulpturen aus dem Maasgebiet bis zur Niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts.

Stanley Donwood: Optical Glade


Der englische Künstler Stanley Donwood hat die markante Cupola im Bonnefantenmuseum in eine beeindruckende Installation verwandelt. Innerhalb von vier Wochen hat er das Innere des runden Turms mit der schwindelerregenden schwarz-weißen Wandmalerei Optical Glade geschmückt. In Kooperation mit Thom Yorke, dem Frontman der Gruppe Radiohead, erweiterte Donwood die Installation zugunsten des „optimalen Erlebens des mysteriösen und fast sakralen Raumes" um eine Klangkomposition. Diese einzigartige Installation ist ab heute mindestens zwei Jahre lang permanent im Museum zu bestaunen. 
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