Rik Meijers / Jeroen van Bergen
19.04.2011 bis 03.07.2011
Die Ausstellung der Werke von Rik Meijers und Jeroen van Bergen ist die zweite Doppelausstellung von Künstlern, die in der Nähe des Museums arbeiten. In diesem Fall handelt es sich um Künstler, die sogar beide ihr Atelier in Maastricht haben. Soweit die Übereinstimmung zwischen beiden. Bei der Ausstellung geht es aber eigentlich um die Unterschiede zwischen den Arbeiten und der Arbeitsweise beider Künstler. Es gibt nicht nur einen Altersunterschied von etwa fünfzehn Jahren, viel größer ist der Unterschied im Hinblick auf die Auffassung über den Umgang mit Bildmitteln.
Jeroen van Bergen stellt Maquetten aus Karton her, die mit Lasertechnik ausgefräst und zu imposanten klinischen Bauwerken umgewandelt werden. Durch Stapelung bzw. Wiederholung entstehen Megastrukturen, Megatürme oder Megastädte, in denen man sich schnell verlaufen kann. Da es sich dabei jedoch um Maquetten handelt, ist die Übersicht somit garantiert.
Rik Meijers dahingegen erzeugt den Eindruck, ein klassischer, etwas schmuddeliger Künstler zu sein, dem kein Bildmaterial zu extrem ist. Vogelfutter, Federn, Kronkorken, Stopfen usw. werden auf der Farbe angebracht, als ob er auf dem Flohmarkt zu Hause ist. Dass die Dinge gelegentlich anders sein können als sie aussehen, ist allgemein bekannt. Dass die bildende Kunst insbesondere eine Welt der Unterschiede darstellt, ist vielleicht weniger bekannt. Sollte etwas, wie z.B. ein Dogma, eine Voreingenommenheit oder etwas Ähnliches hervortreten, so ist dies ausschließlich Schein. Denn alles unterliegt den Regeln des Spiels, sonst entspricht es nicht der Wirklichkeit.
Die Maquetten und Werke auf Papier werden in den fünf Räumen ausgestellt, die dem Werk von Jeroen van Bergen gewidmet sind. Ferner umfasst die Ausstellung sowohl Gemälde als auch Werke auf Papier von Rik Meijers. Zu der Duo Ausstellung gibt es zwei Kataloge, die im Museumsshop erhältlich sind: As if we never knew it bei Rik Meijers, und eine Publikation über die Werke von Jeroen van Bergen.
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